In einem Satz: Wir fördern Datenschutz und
freie Software durch das Bereitstellen von Informationen und
alternativen Internetdiensten - und setzen uns damit für eine
gemeinschaftliche digitale Welt ein.
Chaos im Neuland
Digitalisierung ist längst in aller Munde und “smarte”
Hilfmittel sind für viele Menschen in Deutschland und Europa
schon alltäglich. Schaut man etwas genauer hin, stellt man fest,
dass ein Großteil der Produkte und Dienste aber von ein und
denselben [einer kleinen Gruppe ähnlich ausgerichteter]
Unternehmen stammt: GAFAM - Google, Apple, Facebook, Amazon und
Microsoft. In der digitalen Welt herrscht ein Oligopol - wenige
Anbieter stehen vielen Nachfrager:innen [einer vielfältigen
Nachfrage] gegenüber. Geht man in die verschiedenen Teilbereiche
der digitalen Welt, wie beispielsweise in den Markt des Instant
Messaging oder der Suchmaschinen, zeichnen sich schnell
Marktverteilungen von Quasi-Monopolen ab: In Deutschland ist
WhatsApp die unangefochtene Spitze, die Messaging-App von
Facebook wird Stand 2019 von knapp 80% der Bevölkerung genutzt
[1].
Bei letzterem ist Google mit der Google-Suche haushoch in
Führung, mit rund 88% Marktanteil auf dem Desktop und sogar
knapp 98% Marktanteil auf dem Smartphone
[2]. Man kann dabei zweifelsohne von einer Machtasymmetrie
sprechen, sowohl zwischen den “großen Fünf” und anderen
Unternehmen, als auch zwischen GAFAM und den Nutzer:innen.
Insellösungen und Quasi-Monopole kennzeichnen einen Großteil der
heutigen digitalen Welt.
Mit Werten wie Privatsphäre, Datenschutz, Nachhaltigkeit und
Freiheit hat das wenig zu tun - die Vorteile von digitale
Werkzeugen fordern [hohen] einen Preis. Wir wollen diesen Preis
senken, beziehungsweise die Währung anpassen. Wir wollen, dass
Digitalisierung gemeinschaftlich vonstatten geht und nicht auf
Kosten von Privatsphäre, Datenschutz, Nachhaltigkeit und
Freiheit.
Was wir wollen
Potenzielle Möglichkeiten, aber auch Gefahren - wie im Vorwort
schon angeschnitten - werden in einer zunehmend digitalisierten
Welt gesellschaftlich nach wie vor kaum diskutiert. Auf einige
grundsätzliche Fragen des Datenschutzes, der Kommunikation und
der informationellen Selbstbestimmung haben viele Menschen noch
keine Antworten gefunden oder fühlen sich schlicht überfordert.
Wir sehen uns als Anlaufstelle, welche digitale Thematiken
einfach und verständlich aufschlüsselt und zum Nachdenken
anregen möchte. Um gefundene Lösungen auch direkt zu
fördern, unterstützen wir freie und quelloffene Projekte und
stellen digitale Dienste für die Allgemeinheit zur
Verfügung.
Wir - Anoxinon e.V. - sind ein gemeinnütziger,
nicht-kommerzieller Verein, der sich für freie Software und
Datenschutz einsetzt. Unser Ziel ist es dabei, Bürger:innen
über Themen der anonymen, sicheren, verschlüsselten und
unzensierten elektronischen Kommunikation zu informieren und
beispielsweise darüber aufzuklären, wie sich jede:r Einzelne
vor exzessivem Tracking und Profiling im Internet schützen
und dieses möglichst sicher verwenden kann.
Einen guten Überblick über unsere aktuellen Aktivitäten kann man
sich in den regelmäßig erscheinenden Logbüchern und
Blogbeiträgen verschaffen.
Was uns kennzeichnet
Wir sind weltanschaulich und politisch unabhängig, gemeinnützig
und demokratisch organisiert. Damit bestimmt weder eine Person
alleine über die Aktionen und Ausrichtungen des Vereines, noch
verfolgen wir das Ziel der Profitgenerierung und -maximierung.
Anoxinon e.V. verschreibt sich allein den in der
Satzung
festgehaltenen Zwecken und wird in seinen Aktionen durch seine
Mitglieder geführt.